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Abad+
Farsi (persisch) für Oase
Abadeh+
Abadeh ist eine Ortschaft im Westen Irans und eine bedeutende Herkunftsregion für handgeknüpfte Teppiche. Die Teppiche aus Abadeh orientieren sich häufig am Stil von Zilisultan und Ghashgai Mustern.
Sie bestehen meist aus Wolle auf Baumwollkette. Hochwertige Abadeh Teppiche sind oft eher fest und kompakt geknüpft, was ihnen eine gewisse Starrheit und Strapazierfähigkeit verleiht.
Abbürsten+
Beim Abbürsten eines Teppichs sollte man stets in Strichrichtung der Wolle arbeiten, niemals gegen den Strich. Nur so bleibt der Flor glatt und wird nicht beschädigt.
Abrasch+
Als Abrasch bezeichnet man die unterschiedlichen Tönungen einer Farbe, die innerhalb eines Teppichs sichtbar werden. Diese entstehen meist ungewollt, wenn während des Knüpfens das zuvor gefärbte Wollgarn aufgebraucht wurde und beim Nachfärben nicht exakt der gleiche Farbton erzielt werden konnte. Mit der neuen Tönung wird dann weitergeknüpft, was zu sichtbaren Farbwechseln im Flor führt.
Abrasch tritt besonders häufig bei Nomadenteppichen auf, da dort die Wolle meist in kleinen Chargen von Hand gefärbt wird.
Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Mögliche Bedeutungen reichen von sommersprossig oder aussätzig bis zu rehbraun. Einige leiten Abrasch vom persischen Wort abr ab, was Wolke bedeutet. In gewissen Regionen wird statt Abrasch auch das Wort Ragha (rägh) verwendet, was sinngemäss Ader heisst und auf die linienartigen Farbverläufe anspielt.
Abrishan+
Auch bekannt als Abrasham. Abrishan ist das persische Wort für Naturseide. In der Teppichherstellung bezeichnet es Seide tierischen Ursprungs, die aus den Kokons der Seidenspinner gewonnen wird. Sie wird wegen ihres feinen Glanzes, ihrer hohen Reissfestigkeit und ihrer weichen Haptik geschätzt und findet vor allem in hochwertigen Teppichen und Detailarbeiten Verwendung.
Abgetreten+
Abgetreten nennt man Teppiche und Flachgewebe, die durch starken Gebrauch deutliche Abnutzung im Flor aufweisen. Der Flor ist in solchen Bereichen oft stark reduziert oder vollständig verschwunden, wodurch die Grundstruktur des Gewebes sichtbar wird. Abgetretene Stellen treten meist in Laufzonen oder an häufig beanspruchten Stellen auf.
Adler-Kazak+
Der Adlerkazak ist ein beliebtes kaukasisches Teppichmuster, das ursprünglich aus der Region Tschelaberd (auch Tschelarbat genannt) und Karabagh stammt. Typisch ist eine schmale, stilisierte Blumenbordüre, die zwei markante Hauptornamente einrahmt. Diese stehen meist vertikal auf einem satten roten oder grünen Grund.
Das zentrale Motiv besteht aus einem Kreuz, das auf einer grossen, feldfüllenden Raute ruht. Daraus ragen flügel- und schwertähnliche Formen hervor, die an einen stilisierten Adler erinnern – daher der Name. In der Fachsprache wird dieser Teppichtyp als Tschelaberd bezeichnet.
Hier ist ein Beispiel einer Adlerkazak Nachknüpfung aus der Türkei.
Afghanischer Teppich+
Meist in rotem bis braunrotem Fond und wenig Blau. Hellrot und Weiss als Musterfarben. Das Muster ist konstant und besteht aus regelmässig aufgereihten Güls mit dem Dreikirschen Motiv. Afghanische Teppiche werden vor Allem durch die Turkmenen sowie den Tajiken geknüpft.
Afschar Teppiche+
Südpersische, den Shirasteppichen ähnliche, geometrisch gemusterte Nomadenteppich, die oft in Schiras verkauft werden. Ein Afschar-Teppich ist ein traditioneller Teppich, der von den Afschar-Nomaden im Iran hergestellt wird. Diese Teppiche zeichnen sich oft durch lebendige Farben, geometrische Muster und hochwertige Handwerkskunst aus. Sie sind bekannt für ihre Haltbarkeit und Schönheit und werden häufig in traditionellen und modernen Wohnräumen verwendet.
Agra+
Ortschaft und Bezeichnung für von Hand geknüpfte indische Teppiche vorwiegend aus dem 19. und aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Es sind oft grosse Teppiche.
Aliabad+
Teppiche aus dem gleichnahmigen Dorf in der Nähe von Keschan, Iran. Häufige sind als Mittelfeldmotive Heratimotive zu finden.
Alter von Teppichen+
Heute gilt allgemein
10-25 Jahre alt = neu
25-50 Jahre alt = semi-alt
50-100 Jahre alt = alt
über 100 Jahre alt= antik
Ardebil+
Handelsplatz und früher sehr wichtige Herkunft von hochwertigen Teppichen aus Hofmanufakturen. Traditionsreiche Teppiche. Antike Exemplare dieser Herkunft kommen nur sehr selten auf den Markt. Die Grundfarben sind oft Blau, Elfenbein oder Rot. Die Ausmusterung ist strikt in Floralen Mustern gehalten. Bis zu drei Innenbordüren. Mustern erinnern stark an kaukasische Teppiche aus der Schirwan Region. Ardebil liegt in der Provinz Aserbaidschans. Die Masse sind fast immer länglich (doppelt so lang wie breit). Ein berühmtes Exemplar dieser Herkunft ist permanent zu sehen im Victoria & Albert Museum in South Kensington in London, England. Fast immer Wolle auf Baumwolle (Kette und Schussfäden) geknüpft.Link zum Ardabil Teppich Arkadenteppich+
Siehe Saph
Atabai+
Ebenso die Jafarbai, ein kleinerer Turkmenenstamm, der zum Verband der im iranischen Grenzgebiet ansässigen Jomuten zählt. Sie sind in der Umgebung von Gorgan heimisch, in den Niederungen am Ostufer des Kaspischen Meeres, und ihre Teppiche zählen zu den schönsten unter den Turkmenen.
Art Nouveau+
Auch als Jugendstil bekannt. Nur sehr wenige Teppiche wurden nach dieser westlichen Stilrichtung geknüpft. Deutlich häufiger sind hingegen Teppiche aus der Zeit des Art déco.
Awaren+
Ihre Mundart, die in einigen Gebieten des östlichen Kaukasus als Verkehrssprache fungiert, weist sie als Teil der grösseren Gruppe der Lesghier aus, die mehrheitlich in Dagestan beheimatet ist und zu deren Teppichen auch die Arbeiten dieses Stammes gerechnet werden.
Bachtiari (Bakhtiari)+
Dies sind Teppiche aus Südwestpersien, aus der Region Tschahar Mahal westlich von Isfahan. Alte Bachtiaris sind vor allem für Sammler interessant. Die Teppiche, die um 1920 hergestellt wurden, sind besonders gut geknüpft. Die Bachtiari-Khane gehörten in dieser Zeit zu den mächtigsten Familien Persiens, und viele Teppiche aus dieser Epoche zählen zu den besten und wichtigsten Exemplaren ihrer Art.
Der Fond dieser Teppiche ist entweder durchgemustert oder mit Medaillon und Eckfeldern versehen. Die vielfarbigen Muster liegen auf elfenbeinfarbenem, rotem oder blauem Grund. Eine seltenere Variante zeigt eine Aufteilung des Innenfeldes in verschieden geformte Kompartimente, die mit Zweigen, Blüten, Bäumen und Sträuchern, aber auch mit Brunnen, Vögeln und anderen Tieren ausgemustert sind. Diese Muster erinnern an die Vasen- und Gartenteppiche.
Bachtiaris werden vorwiegend mit dem Gördes-Knoten geknüpft, wobei ältere Exemplare auch im Senneh-Knoten ausgeführt wurden. Gesuchte Sammlerstücke sind die Bibibaft-Teppiche, die sehr hoch gehandelt werden. Die kommerzielle Qualität der Bachtiaris wird nach der gleichnamigen Ortschaft auch als Shahrekord bezeichnet.
Bakschaisch+
Teppiche aus dem gleichnamigen Dortf im Gebiet von Täbris. Die Muster und Verarbeitung sind mit den Herizteppichen verwandt. Alte Teppiche dieser Teppiche werden Heute als dekorativ gehandelt und sind sehr gesucht.
Baku+
Heute Hauptstadt von Aserbaidschan früher bedeutsame Stadt in der Provinz Schirwan (Ostkaukasus). Teppiche die dem Schirwan nahe stehen, in den Farben (gelb, blau, braun und schwarz) jedoch eintöniger wirken. Die abgetreppten, hakenbesetzen Hakenmedallions des Innenfelders, denen Eckmedallions antworten stehen in einem mit Bothehs (Träne, Flämmchen) durchgemusterten Grund.
Barik+
Persischer Teppich etwa 200 x 100 cm.
Beludschistan+
Region oder auch oftmals bezeichnet als turkmenischer Nomadenteppich mit violettem bis rotviolettem Grund. Das geometrische Muster besteht aus Sternen, Achtecken und Rauten mit Hakenbesatz oder einem groben Mina Khani. In der Bordüre tritt oftmals weiss auf. Da der Beludschistan weniger widerstandsfähig ist wie andere Teppiche sind verhältnismässig nur noch wenig alte Stücke erhalten.
Beni Ourain+
Die Beni Ourain sind ein Berberstamm aus dem Hochgebirge Marokkos, dem Mittleren Atlas. Der Name Beni Ourain wird heute oft auch zu Marketingzwecken gebraucht, um diese nomadischen marokkanischen Teppiche einem breiten Publikum näherzubringen
Berber und Berberteppiche+
Die Berber sind ein marrokanisches Nomadenvolk die Teppiche knüpfen in tiefer Knüpfdichte. Die Teppiche sind meist einfach gestaltet mit Rautenmuster oder wenig gar keine Muster (Uniteppiche). Die Teppiche sind heute sehr dekorativ und gefragt.
Bergamo+
Langfloriger Nomadenteppich von kleinem Format aus der Gegend von Bergamo (dem antiken Pergamon, Westkleinasien), der nur selten als Gebetsteppich vorkommt. Im Gegensatz zu anderen Anatoliern ist die Musterung geometrisch; hakenbesetzte Quadrate, Sterne und Rhomben sind bevorzugt. Als Mittelmedallion tritt eine Kombination von Kreuz oder Oktogon auf. Blau und Rot herrschen vor. Eine dunkle Abart führt die Handelsbezeichnung Köhlerteppich. Eine adnere Sonderform ist der Kis-Ghiordes (Mädchenteppich), ein kleienr fast quadratischer Teppich, den die Tochter als Aussteuer mitbekam. Er trägt meist ein haken besetztes Mittelmedallion auf einfarbig blauem Grund.
Bidjar+
Was ist ein Bidjar Teppich?
Der Bidjar Teppich ist ein klassischer Kurdenteppich, der traditionell in der Region Kurdistan gefertigt wird. Obwohl er nach der Stadt Bidjar benannt ist, entstehen die meisten dieser Teppiche heute ausserhalb von Bidjar.
Die Qualitäten variieren deutlich. Besonders geschätzt werden heute die sogenannten Tekab Bidjar, die als eine der besten Qualitäten gelten, obwohl sie nicht von Kurden, sondern von Afscharen geknüpft werden. Anders als viele andere Perserteppiche entstehen Bidjar Teppiche selten in Werkstätten, sondern werden meist zu Hause im Familienverbund geknüpft.
Typisch ist das Mahi Tahoz Muster mit Herati Verzierungen, wobei man heute auch Varianten mit Isfahanmotiven oder sogar eingelegter Seide findet. Im englischsprachigen Raum ist der Bidjar Teppich auch als "iron carpet" bekannt – ein Hinweis auf seine aussergewöhnliche Robustheit und Langlebigkeit.
Blätter+
In Nomadenteppichen spielen Blätterdarstellungen meist keine grosse Rolle. In kaukasischen Nomadenteppichen sehen die Blätter aus wie Winkelhaken. Blätter kommen in allen Teppiochen vor, mehr oder weniger stark stilisiert. In der Regel haben sie nur einen Füllenden Zweck.
Bolandian+
Die Werkstatt von Bolandian ist eine der berühmtesten überhaupt in der Stadt Ghom (Qom). Aus dieser Meisterknüpferei kommen die besten Seidenteppiche von Iran. Ein sehr wichtiger Name wenn man sich über Ghom Teppiche unterhaltet.
Boteh+
Auch Mir-Boteh, Serabendpalmette, Palmwipfel, Birne, Träne und Flamme genannt. Standardmuster des persischen Teppichs, das aus einem Blatt mit heruntergebogener Spitze entwickeltist und in zahlreichen Abwandlungen bis in die neueste Zeit (z.B. Kaschmirschal) vorkommt.
Bortschalu (Bordjalou)+
Bortschalu Teppiche kommen aus Westiran, gehört zum Hamadangebiet. Viele dieser Teppiche werden auch im Gebiet Arak geknüpft dessen Zentrum der Region Kimidjan. Charakteristisch für diese Teppiche sind die gute Schurwolle und oft mit Medallions im Mitten des Teppichs. Auch die Wolle ist meistens von guter bis sehr guter Qualität. Die Teppiche werden mehrheitlich auf Baumwolle geknüpft.
Brussa+
Teppiche aus der türkischen Stadt namens Brussa. Vor allem läuferartige Betteppiche mit mehreren Nischen nebeneinander. Werden auch als Saph bezeichnet.
Buchara (Bukhara)+
Auch Bukhara geschrieben war eine wichtige Handelsstadt in Zentralasien und liegt heute im Staat Usbekistan liegt. Es war eine wichtiges Handelszentrum während der Zeit der Seidenroute und auch den Stadt des berüchtigten Genghis Khan. Viele Turkmenische Teppiche wurden früher dort hergestellt und auch gehandelt. Heute verbleibt nur noch der Name, der die einstige Tradition den Namen verleiht.
Bukan+
Ortschaft in Kurdistan / Iran wo Teppiche in der Bidjartradition geknüpft werden von sehr hoher Qualität.
Cedjahdeh+
Türkisch für ein Teppich 190 cm x 120cm
Ceyrek+
Türkisch für ein kleiner Teppich etwa 1.5 Quadratmeter.
Chalchotor+
auch Tshalechotor,zu deutsch Kamelgrube,ein sehr guter Bachtiari-Teppich,dicht in der Knüpfung,feingliedrig in der .Fast nur in den Grössen von etwa 250 zu 350 cm,kleinere Brückenformate sind selten.
Charak+
Persischer teppich etwa .75 Quadratmeter gross
Charakbuland+
Kleiner persischer Läufer etwa 2 Meter lang und 75cm breit.
Chila+
Seltene, kaukasische Teppiche aud dem Gebiet von Schirwan. Typisch kaukasische Teppichnuster. Eigenartige Mittelfeldfarben, vor allem Blau in verschiedenen Abstufungen.
Chobi+
Auch Ziegler Chobi genannt siehe: Ziegler
In Hindi ist Chobi eine Hindukaste (die Unantastbaren)
Daghestan+
Besonders strapazierfähiger Teppich aus der Provinz Daghestan am Westufer des Kaspischen Meer (Nordkaukasus) Er ist in leuchtenden Farben geometrisch gemustert. Entweder ist das Innenfeld mit Botehs oder S-Haken gefüllt in diagonale Aufteilung. Farben sind blau, rot oder beige. Man findet diese Teppiche auch als Gebetsteppiche mit recheckig eingeschnittenem Giebel und blütengefüllter Nischen.
Derbent+
Kaukasische Teppiche vom Westufer des Kaspischen Meer, bei denen der Knüpffaden den von Knoten zu Knoten durchgelegten Schussfaden mit umschlingt, was ihnen besondere Weichheit verleiht. Das Muster wird durch grosse geflammte Rosettenbküten gebildet, die in ein Gitterwerk von Arabesken eingespannt sind. Darin kommen immer wieder eine geometrisierte Gabelranke vor.
Dhurrie (Dhurry)+
Lucknow-Dhurries sind handgewebte Teppiche, die aus der Stadt Lucknow im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh stammen. Dhurries sind traditionelle flachgewebte Teppiche, die für ihre Vielseitigkeit, Langlebigkeit und lebendigen Designs bekannt sind. Diese Teppiche sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der indischen Haushalte und wegen ihrer kulturellen Bedeutung und Ästhetik beliebt. Hier sind einige der wichtigsten Merkmale und Eigenschaften von Lucknow Dhurries:
Material
Lucknow Dhurries werden in der Regel aus Baumwolle oder einer Kombination aus Baumwolle und anderen Naturfasern hergestellt. Durch die Verwendung natürlicher Materialien sind sie für eine Vielzahl von Klimazonen geeignet.
Webtechnik
Dhurries werden in Flachwebtechnik gewebt, d. h., die Kett- und Schussfäden werden so miteinander verwoben, dass eine flache Oberfläche ohne Flor entsteht. Durch diese Technik entsteht ein leichter und reversibler Teppich.
Designs und Muster
Lucknow-Dhurries sind für ihre komplizierten Muster und leuchtenden Farben bekannt. Die Muster umfassen oft geometrische Formen, Blumenmotive und andere traditionelle indische Designs. Die Verwendung kräftiger Farben trägt zur optischen Attraktivität dieser Teppiche bei.
Vielseitigkeit
Dhurries sind vielseitig einsetzbar und können in verschiedenen Umgebungen verwendet werden, z. B. in Wohnungen, Büros und sogar als Picknickteppiche. Durch ihre flache und leichte Beschaffenheit sind sie leicht zu bewegen und zu pflegen.
Kulturelles Erbe
Lucknow hat ein reiches kulturelles Erbe, das sich oft in den Designs der Dhurries widerspiegelt. Die Muster und Motive können eine kulturelle Bedeutung haben und von den örtlichen Kunst- und Handwerkstraditionen beeinflusst sein.
Handgefertigte Handwebkunst
Dhurries aus Lucknow werden oft von erfahrenen Handwerkern hergestellt, die das Handwerk von früheren Generationen geerbt haben. Das Weben einer Dhurrie ist zeitaufwändig und erfordert Präzision und Fachwissen.
Export
Aufgrund ihrer Qualität und ihres einzigartigen Designs werden Lucknow-Dhurries manchmal auf internationale Märkte exportiert und tragen so zur weltweiten Wertschätzung indischer handgewebter Textilien bei.
Insgesamt stellen Lucknow-Dhurries eine Mischung aus traditioneller Handwerkskunst, kulturellem Reichtum und Zweckmässigkeit dar. Sie werden nach wie vor wegen ihres ästhetischen Reizes geschätzt und tragen zum Erbe der indischen handgewebten Textilien bei.
Dorokch (Doroksh)+
Dorokch (auch:Doroksch) sind iranische Teppiche die Hand geknüpft werden und aus Nord-Ost Persien in der Gegend von Maschad (Khorossan) stammen und eine gute Knüpfqualität von ca. 400-500.000 Knoten pro/m² aufweisen. Speziell ist das Dorokchteppiche auch öfters zweiseitig geknüpft werden. Es gibt Sie in verschiedenen Mustern. Von Nain oder Kaschanmuster bis hin zu Turkmenenmuster. Diese Teppiche sind besonders unter den Händlern begehrt da sie eher selten sind und nur noch vereinzelt Heute in Iran geknüpft werden. Diese Teppiche bestehen mehrheitlich auf Schafsschurwolle auf Baumwolle aber auch gelegentlich sind sie aus Wolle auf Seide gefertigt.
Dosammark+
In der Teppichwelt bezeichnet Dosammark eine Gruppe von afghanischen Nomaden-Jovals und Taschen, die stilistisch zwischen Beloutsch und turkmenischen Traditionen liegen. Der Begriff wird vor allem im europäischen Handel verwendet, um Stücke zu beschreiben, die aus Afghanistan stammen flach gewebt oder kombiniert geknüpft sind starke Kelimstreifen und grafische Bandmuster zeigen
typisch für grosse Satteltaschen und Getreidesäcke sind. Dosammark ist also eine Stil- und Marktbezeichnung, keine ethnische Herkunft. Sie hilft Händlern, diese sehr charakteristischen, bandartig gemusterten Taschen einzuordnen, wenn sie weder eindeutig Beloutsch noch eindeutig Turkmenisch sind.
Dosammark ist das Chamäleon unter den Nomadentaschen. Nicht ganz Beloutsch, nicht ganz Turkmen, aber immer sehr dekorativ.
Dozar+
Persisch. Auch Dosar, Ghalitcheh genannt. Etwa 200 x 1.30 (2 Meter Teppich)
Elefant+
Man findet Elefantendarstellungen vor allem indischen oder persischen Luxusteppichen. Das Oktogon im Buchara nennt man in Händlerkreisen Elefantenabdruck (Tritt)
Enjelas+
Enjelas (auch Enjilas) sind ausgezeichnete Dorfteppiche aus der Ortschaft Enjilas in Hamedan. Diese Teppiche zeugen immer von exzellenter Qualität und die feine Knüpfung ist Bestandteil dieser Teppiche. Die Kettfäden sind oftmals aus Baumwolle und die Schussfäden aus Wolle. Die Knüpfung ist symmetrisch (Türkischer Knoten). Die Hauptfarben sind Hellgelb, Mittelblau, Tiefblau, sowie ein Gelbgrün. Die farbigen und floralen Elementen fallen bei dieser Teppichart sofort auf. Teppiche aus Enjilas gibt es in allen Grössen jedoch findet man eher kleinere Masse im Markt.
Färben+
Das Färben der Teppiche ist als Gewerbe so alt wie das Weben und Knüpfen. Bereits 400 Jahre v. Chr. wusste Herodot im alten Ägypten von kaukasischen Völkern zu berichten, die sich darauf verstanden, aus Pflanzen Farben zu gewinnen, die haltbar und waschecht seien . Bis 1870 dienten ausschliesslich pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe zur Gewinnung von Farben. – Die Färber betrieben ojre Arbeit immer als separates Handwerk in Dörfern und Zentren. Anders die Nomaden, als Selbstversorger schoren, zwirnten, färbten und knüpften sie ihre Wolle selbst. Farbabweichungen in Nomadenteppichen sind daher fast typisch (Abrasch).
Tierische Farben (rot)
Kermesschildlaus
Cochille-Laus
Stierblut
Pflanzliche Farben (krapprot, blau, gelb, braun)
Krappwurzel
Indigopflanze
Galläpfel
Wurzeln
Safran, wild
Mineralische Farben (braun und grün)
Erde
Kupferstaub
Fuchs+
Er wird in Teppichen nur selten dargestellt.
Flor+
Kette und Schussfaden werden gebraucht um die Knüpffäden zu tragen worauf sich der Flor bildet. Bei handgeknüpften Teppichen steht der Flor nie ganz senkrecht und daher sieht man je nach Lichtverhältnisse eine andere Farbe im Teppich wenn man ihn dreht. Der Flor wird meistens tief genug geschoren damit der Teppich seine Schärfe im Muster bekommt. Bei Teppichen mit wenig oder keinem Muster (z.B. Gabbeh oder Berberteppichen) wird darum der Flor fast nicht geschoren.
Fransen+
Die Fransen bilden das Ende der Kettfäden eines Teppichs und sind oftmals aus Baumwolle oder Wolle aber auch Seide. Aus praktischen gründen empfehlen wir die Fransen nicht länger als vier Zentimetern zu lassen.
Gabbeh+
Was ist ein Gabbeh Teppich?
Gabbeh Teppiche stammen aus dem südlichen Iran, insbesondere aus der Region Fars, und gehören zu den beliebtesten Nomadenteppichen Persiens. Sie zeichnen sich durch schlichte, oft geometrische Muster und eine lebendige Farbgebung aus. Diese spiegelt die Kultur und Ästhetik der Ghashghai- und Lori-Nomaden wider, die sie traditionell knüpfen. Typisch für Gabbeh Teppiche ist ihre grosse gestalterische Freiheit. Neben klassischen Naturtönen findet man auch viele moderne Farben und fantasievolle Motive. Die Knüpfqualität variiert stark, von einfacheren Qualitäten mit etwa 60 000 Knoten pro Quadratmeter bis hin zu sehr fein gearbeiteten Exemplaren mit bis zu 240 000 Knoten. Ein besonderes Merkmal ist die Verwendung von handgesponnener Wolle, die ausschliesslich mit natürlichen Farbstoffen tierischer oder pflanzlicher Herkunft gefärbt wird. Diese traditionelle Herstellung führt oft zu sogenannten Abrasch, also leichten Farbnuancen innerhalb eines Teppichs, die jedem Stück Individualität und Tiefe verleihen. Auch die Ausführung der Teppichenden ist charakteristisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Orientteppichen haben Gabbeh Teppiche keine Fransen, sondern einen klar definierten, festen Abschluss, den sogenannten Bart.
Gabelranke+
Häufig vorkommendes Teppichornament (Heratibordüre), bei dem sich ein Rankenende in zwei auseinanderstrebende Teile gabelt.
Galerie+
Langer, schmaler Orientteppich (auch Kelleh genannt.
Gebrauchtteppich (Vintageteppich)+
Oft wird uns gefragt ob ein Teppich gebraucht wurde oder nicht. Die Antwort ist beides. Klassische Teppiche wechseln oft Besitzern und kommen nicht selten aus einen Privathaushalt. Es gibt aber auch Teppiche die werden gesammelt und in diesem Sinne sind sie zwar second hand aber nicht gebraucht. Dies ist vor Allem bei klassischen Teppichen der Fall. Bei Teppichportal.ch nehmen wir grundsätzlich an das jeder Teppich der als klassisch definiert wird und mindestens 5 Jahre alt ist theoretisch gebraucht oder “second-hand” sein kann. Das macht aber den Teppich nicht minderwertig sondern auch ganz im Gegenteil kann zur Provenienz beihelfen. Wir empfehlen daher auch immer alle Etiketten und Belege der Teppiche auf zu bewahren.
Gerus+
Prachtvolle Teppiche aus Kurdistan in den Provinzen Ardilan und Gerus. Sie werden oft auch einfach als Kurdistan bezeichnet. Der Gerus Teppich zählt zu den klassischen handgeknüpften Orientteppichen. Feingeknüpft, kurzgeschoren mit dichter Musterung in sehr attraktiver Farbharmonie wirken diese Teppiche immer sehr attraktiv. Elfenbeinfarbige Teppiche dieser Herkunft sind sehr selten und gefragt. Die Farben und Muster sind sehr zahlreich und machen diese Teppiche auch nicht ganz einfach beim identifizieren. Das zweiblütige Florale Motiv (Do Gule) ist auch oft in diesen Teppichen anzutreffen. Die Bordüren sind meist schmal und unauffällig im Vergleich zum Hauptfeld. Sie weisen oft Blütenmuster auf. Sie werden in türkischer Knüpfung (Gjordes) geknüpft und sind oft sehr fein geknüft. Gerus Teppiche sind immer gefragt und die kreativität und Ausführung zusammen mit der feinen Qualität machen diese Art Teppiche auch heute noch sehr gefragt.
Ghaliche+
Farsi für kleinere Teppichgrössen. Hier sind folgende Grössen mehrheitlich gemeint:
- Zaronim (130 x 80 cm)
- Zarcharak(150 x 90 cm)
Diese Grössen sind immer unter 1 Quadratmeter
Ghiassabad+
Ghiassabad liegt im Westen von Iran (Persien) unweit von der Stadt Arak und gehört zur Region der Sarouk-Teppichen. Bis 1920 wurden hier Teppiche mit eher tiefem Flor in naturalistischen Blumenmustern hergestellt, die auch den feinen Saroukteppichen ähneln. Diese alte Tradition wurde hier wieder aufgenommen. Ghiassabad-Teppiche sind von sehr hoher Qualität Qualität und eine raffinierte Weiterentwicklung der Sarouk-Teppiche. Die Wolle die verwendet wird ist von herausragender Qualität. Insgesamt ein hochwertiger edler Perserteppich von hoher Langlebigkeit.
Ghiordes Knoten+
Türkischer Knoten
Ghom+
Auch Qom geschrieben. Bedeutendes Knüpfzentrum in Iran seit den 1930er Jahren für Woll- und Seidenteppiche.
Goltuk+
Dieser Teppich wird auch Goltogh und Koltuk gennant. Er hat Ferahan-Anklänge als auch mit solchen des Hamadan-Gebietes und wird von kurdischen Nomaden und Halbnomaden hergestellt. Ähnlich wie beim Bidjar, wird auch beim Goltuk der Schuss kräftig niedergeschlagen was den Teppich hart macht. Rollt man ihn ein dann nur mit dem Flor nach aussen. Ansonsten kann es geschehen dass er bricht. Ungeachtet seiner etwas kühlen Farben (graubläulich, braungrün) zeigt manchmal auch wärmere Farbtöne. Goltuk ist ein hochgeschätzter Teppich und sehr beliebt.
Granatapfel+
In persischen Teppichen (abgesehen von Gashcga’i-Bereich) ist der Granatapfel verhältnismässig seltener anzutreffen als im ostasiatischen oder im kleinasiatischen Teppich. Er gilt als Sinnbild für Kinderreichtum. Im Chinesischen heisst der “schii liu” und symbolisiert ebenfalls reichen Kindersegen. Das, war wir Granatapfelmuster nennen, tritt in Geweben, also auch in Teppichen, erst seit etwa dem 14. Jahrhundert auf. Es liegt die Vermutung naahe, dass dieses Muster nicht vom Granatapfel stannt sondern dass es nichts anderes ist als eine vereinfachte Lotosbküte zur zeichnerischen Formel. Dieses sogenannte Granatapfelmotiv scheint auch in vielen spätgotischen europäischen Geweben auf, und zwar wurde zweifellos von den venezianischen Seidenwerbern aus dem Orient übernommen und von Venedig aus in Europa verbreitet.
Gül+
(Göl) Alle westturkestanischen Teppiche haben Achtecke (Oktogone) , die Gül (zu Deutsch: Rose) genannt werden, als Hauptmotiv. Findige Händler haben für das Gül der Tekke-Turkmenen den Namen Königsgül geprägt. Es ist wirklich ein sehr schönes Gülmotiv, nur benennen diese beharrlichen Orientalen den Teppich noch immer Buchara obgleich in dieser Stadt schon sehr lange nicht mehr geknüpft wurde und auch als Handelplatz keinen bedeutende Stellung heute mehr einnimmt. So ist es das eigentlich mehr aus Tradition Teppiche heute noch Buchhara genannt werden obwohl Sie mit der gleichnamigen Stadt eigentlich nichts mehr gemeinsam haben.
Hali+
Türkisch für Teppich. In persien Farsh oder Gali genannt. Vor allem für Teppiche in etwa 6m2 (2×3)
Hali ist auch der Name eines Fachmagazins für handgeknüpfte Teppiche und Flachgwebe, insbesondere seltene Teppiche.
Link zu HaliHamadan (Hamedan)+
Hamedan (auch Hamadan genannt) und früher auch Ekbatan genannt ist eine Region und eine Stadt in Iran und noch Heute wichtiger Umschlagplatz und Handelsplatz für Orientteppiche. Es befinden sich über 400 Dörfer wo Teppiche geknüpft werden in der Region wobei fast jeder dieser Teppiche früher oder Später durch Hamedan reist. Bekannte Teppiche aus der Region Hamedan Teppiche sind: Alamdar, Assadiabad, Hosseinabad (auch: Husseinabad), Borjalou, Kolyai, Liliehan, Mehravan, Mossul, Nahavand, Tafrish, Tuisarkhan,Rudbar, Saveh und viele mehr. Hamadan Teppiche erkennt man leicht an der Struktur. Sie haben oftmals weisse Schussfäden die ungleichmässig verlaufen. Hamedan Teppich sind auch detailliert beschrieben in Cecil E. Edwards Teppichbuch “The Persian Carpet” von Duckworth publishing und haben einen gewissen Sammlerwert.
Herat+
Dieser seltene Teppiche wurden in der ehemaligen Hauptstadt von Afghanistan gefertift. Sehr feine und dichte Knüpfung sind typisch. Das Hauptfeld stellt selbstverständlich das oft kopierte Herati Muster da mit den Mir-i-Botah. Die spitzen neigen sich normalerweise nur in einer Richtung. Zusätzlich sind auch oft Lotusblüten zu finden. Farblich sind Dunkelblau und Rot vorherrschend. Herats sind sehr selten und der Preis sehr hoch da es nur sehr wenige im Angebot gibt.
Hereke+
Türkische Teppich, die im Gebiet von Konstantinopel geknüpft werden. Heutzutage oft in Seide geknüpft. Früher waren Wollteppiche dieser Herkunft bekannter.
Heriz (Heris)+
Aus dem Bagscheich Gebiet geknüpfter Teppich und schon immer als extrem strapazierbare Gebrauchsteppiche bekannt sind Sie teils auch unter Bagscheich gehandelt. Einfach in der Ornamentik zu identifizieren. Die Farben Blau, Grün, Elfenbein und Gelb harmonieren schön mit den Grunfarben Rot und Elfenbein. Das Innenfelft enthält ein Sternförmiges Medallion under Hintergrund ist mit Arabeksen, Blättern uind Löwenmakskenblüten ausgemustert. Die schrägen Ecken wiederholen das Muster des Medallions oder sind mit einem eckigen Herati-Rapportmuster ausgefüllt. Die Grundfarben der Ecken sind entweder in Elfenbein oder Blau. Die Bordüren haben stets die Basisfarbe Blau, in sehr seltenen Fällen auch Rot. Neben der Hauptbordüre läuft überwiegend nur eine schmale Nebenbordüre mit stilisierten Blüten. Wie schon gesagt ist der Heris sehr einfach zu erkennen da die Muster sehr grosszügig angelegt sind. Auch sind die Schuss und Kettfäden sehr dick. Der Teppich ist daher auch sehr fest und dauerhaft. Es ist nicht ungewähnlich um auch alte Stücke in herrvorragendem Zustand zu finden. Für persische Verhältnisse ist der Heris ungewöhnlich grosszügig in Muster und Ornamentik. Manchmal wird das Zentrale Medallion auch als das Herz von Heris Bezeichnet.
Hosseinabad+
Ein sehr strapazierfähiger Teppich aus Nordwestpersien. Oftmals feiner in Qualität als Lilliehan. Der Teppich ist oft auf rotem Grund gelegen und hat sogenanntes Herati Muster. Knüpfung ca. 120-180,000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Teppiche sind oft auch als Läufer zu finden. Gutes Preis/Leistungsverhältnis.
Jastik+
Kleine Stücke u.a. auch Polsterstücke. ca. 25×50 bis 40×60 cm. In Nordost und Südpersien werden diese Art Teppiche auch als Puschti (Poschti) bezeichnet.
Yagcibedir+
auch Yagci Bedir (Yagcibedir) ,anatolische Bauern-und Nomadenteppiche aus dem Bergland südlich von Balikesir. Mit ihrem schönen Schwarzblau und tiefem Lila oder Dunkelrot sind sie Bergamas von Bergamas von etwas düsterer Wirkung,was ihnen im Handel den Namen Köhlerteppiche eintrug.
Josheghan +
Josheghan Teppiche stammen aus Josheghan und werden manchmal auch Maymeh genannt. Sie befinden sich im Norden des Zentralirans. Die Stadt Josheghan ist eines von mehreren Dörfern, die dafür bekannt sind, Wollteppiche von aussergewöhnlich guter Qualität zu knüpfen. Die Bewohner in der Region arbeiten seit Hunderten von Jahren als qualifizierte Teppichknüpfer von Wollteppichen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich ein Teppichknüpfer monatelang und manchmal jahrelang ganz einem einzigen Teppich widmet. Dies führt zu Wollteppichen von höchster Qualität, aber einer sehr begrenzten Anzahl. Josheghan-Teppiche werden sowohl in Dörfern als auch in Werkstätten geknüpft, wobei die in kleineren Dörfern die Teppiche von höchster Qualität (und Knüpfdichte) hergestellt werden.
Jozan+
Erstklassige Teppiche aus der Gegend von Malayer, Iran. Im Muster den Sarukteppichen sehr ähnlich.
Kenar, Kanare+
Auch Kenare geschrieben. Läufer, meist etwas schmal.
Karadschen (Karadja)+
Karadsche (auch Karadja und Karaja Teppiche genannt) sind Teppiche die in Nordwest Persien in der Provinz Azerbaidschan in der Nähe von Hamedan durch Kurden geknüpft werden und bestehen oftmals aus ein Gitterwerk von Sträuchern und Zweigen sowie mehreren Rautenmedallions. Die Teppiche werden im türkischen Knoten hergestellt und die Muster bestehen aus einem Zentral gelegenen Hexagon mit zwei Vertikal dazu angeordneten Quadraten oder Rechtecken auf rotem Grund. Das übrige Feld ist mit stilisierten Blüten geschmückt. Gelegentlich ist das Hauptfeld Dunkelblau oder Crème mit entsprechenden Komlementärfarben in der Zeichnung und Borte angelegt. Die Kette und Schussfäden sind aus Baumwolle. Der Flor ist meistens von sehr guter Schurwolle.
Kelleh+
Ein altes Persisches Mass für lange und schmale Galerienteppiche. Sie werden auch als Kellai oder Ghali Teppiche bezeichnet. Es ist zu beachten, dass die Länge mindestens 200 cm und die Breite mindestens 120 cm betragen muss um diese Kategorie zu entsprechen. Es ist weder ein Läuferteppich noch ein Teppich noch eine Brücke.
Kelim+
Auch oft Kilim genannt. Dies ist ein Flachgewebe wobei der Schussfaden auf beiden Seiten das gleiche Muster zeigt und es somit keine Unterscheidung der Vorder- und Rückseite gibt. Die Musterung ist oftmals geometrisch dargestellt da es einfacher zum weben ist. Kelims werden seit Jahrhunderten in Anatolien (Türkei) und in Persien geknüpft wobei sie oftmals von Nomaden gewoben werden. Heute gibt es Kelims fast in allen Abmessungen jedoch sind ältere Exemplare traditionell lang und schmal sowie auch manchmal Quadratisch. Auch findet man manchmal kleinere Kelims die in der Mitte zusammengenäht wurden da der Webstuhl nicht sehr breit war. Andere Formen von Kelims sind Soffrehs und Soumakhs sowie Cotton Dhurries (aus Indien) welche sich in der Webung deutlich unterscheiden lassen. Interessant ist auch das Abschlüsse von geknüpften Teppichen mit Flor als Kelims bezeichnet werden. Schöne Kelimabschlüsse sind insbesondere beim nomadischen Beloutsch zu finden.
Kermanschah+
Teppiche aus Westiran. Im Muster den Hamadanteppichen sehr ähnlich. Kermanschah ist auch ein Teppich Sammelplatz für die in der Umgebung hergestellten Teppiche.
Kette (Kettfäden)+
Der Kettfaden ist die bezeichnung für die Längs angebrachten Fäden auf einem Knüpfstuhl zwischen den Reihen der Knüpfe. Baumwolle wird heute oftmals verwendet da es einfacher zu verarbeiten ist wie Wolle. Die Anzahl der Kettfäden ist grösser bei feineren Teppichen. Kettfäden können aus Wolle, Baumwolle und Seide bestehen.
Kirman+
Oftmals sehr fein geknüpfter südpersischer Teppich, der die persische Tradtion der Blütezeit pflegt. Naturalistische Muster, häufig mit Rosen besetzt und viel rosa Farbe. Es gibt auch Kirmanteppiche mit Tier- und Figurendarstellungen sogar mit Portraits. Die besseren Kirman Teppiche werden oftmals mit Laver (eine Ortschaft) und Mashair (Meisterknüpfer) bezeichnet. Diese sind jedoch eher selten zu finden. Der Handel bezeichnet die Teppiche oftmals als Laver-Kirman obwohl nicht alle aus dieser Ortschaft stammen.
Kis-Ghiordes+
Siehe Bergamo
Knüpfung+
Die Knüpfung besteht aus den Knoten die an den Kettfäden befestigt werden. Die meist gebräuchlichen Knüpfarten sind ist der Türkische und Persische Knoten (beide assymmetrisch). Es gibt auch noch Juftknoten wobei ein Knoten mehrere Kettfäden überspringt und somit der Teppich schneller geknüpft werden kann. Es hat bei den beiden Hauptknüpfarten Doppelte einfache Knüpfungen.
Knoten+
Bei handgeknüpften Teppichen mit Flor spricht man grundsätzlich von geknüpften, nicht von gewobenen Teppichen. Man unterscheidet dabei zwei Knotenarten: den persischen Knoten (Senneh-Knoten, asymmetrisch) und den türkischen Knoten (Ghiordes-Knoten, symmetrisch).
Kerman+
In der Schweiz wird dieser Teppich fast immer Kirman genannt aber Kerman *das Karamanien der Alten) is persisch richtig. Kerman ist eine Provinz im südlichen Iran mit der Hauptstadt Kirman, deren Ehrenname Dar-al-Aman lautet. Bis ca. 1885 wurden in dem Gebiet seh motivgetreue, vorzügliche Teppiche hergestellt. Sie hatten das altüberkommene Spiralranken und Lanzettblattmuster im unendlichen Rapport und waren meist in teifen, satten Farben gehalten. Bis zu fünfzehn Farben trug ein Teppich. Dieser aöte Kerman war der am stärlsten blüten- und floralübersäte Teppich Persiens. Dann übernahmen die Europäer die Leitung der Manufakturen. In bester Absicht begannen diese, die Betriebe zwar auf höchstleistung zu bringen, sie aber auch abgewandelte Teppichmuster knüpfen zu lassen. Kette und Schuss sind beim Kermanteppich aus Baumwolle, der Flor wird aus vorzüglicher und weicher Schafswolle mit dem persischen Knoten so dicht geknüpft das es kaum ein Kerman aus dem Kermangebiet gibt der weniger als 200’000 Knoten pro Quadratmeter aufweist. Es gibt aber auch viele Kermanteppiche die über 400’000 Knoten pro Quadratmeter haben. Die Grundfarbe dieses Teppichs ist ziemlich konstant: durch alle Zeiten Elfenbein bzw. Crème, manchmal auch ein sehr ansprechendes Hellblau oder sattes Rot. In neuerer Zeit kennt man zuweilen ein helles Grün. Die Muster werden in vielen Farben geknüpft. Im Kermangebiet werden die Teppiche sehr oft von Männern geknüpft, die Schüsse sind daher fester niedergeschlagen und der Teppich liegt ausgezeichnet auf. Die Grössen Variieren von Vorlegern (Poschties) bis Übermassteppiche. Bekannte Namen in Kerman sind Kerman Mashair und Kerman Lavar.
Kharshiang+
Kharshiang bedeutet auf persisch Krabbe.Das Krabben-Motiv gehört zu den sogenannten Schah-Abbas-Motiven,so genannt, weil sie unter diesen Schah aufkamen. Obgleich persischen Ursprungs,findet sich das Motiv doch vorwiegend auf Schirwan-Teppichen.
Khotan+
Ostturkestanischer, stark von China beinflusster Teppich der nur noch selten und in alten Stücken vorkommt
Konya+
Auch Konia geannnt. Diese Teppiche stammen aus der einstigen Residenz der Rumseldschicken und dessen Umgebung (Beschir) sind auch typische Anatols. Die aus dem 16. imd 17. Jahrhundert Konya stellen entweder Gebetsteppiche mit dreitgeteilter Nische, Zinen, Hakenleisten, Kännchen und stilisierten Pflanzen dar oder Teppiche im länglichen Formaten. Ihre Ornamentik besteht aus parallel laufenden Zickzack Bändern, grosse Rauten bildend, oder auch aus angereihten Sternmedallions in Rautenform, mit kleinen Arabesken (Islimi) Oktogonen versetzt und auch altenierend. Das zuletzt beschriebene Muster erinnert an jenes des Stern Uschaks. Die neueren Teppiche dieser Gegend sind immer noch sehr arttreu. So haben die Gebetsteppiche rote oder grüngelbe, oft dreigeteilte und voll ornamentierte Nischen mit zinnenförmigen und mit Haken bestückten Giebel. Doe Borten zeigen eine geometrische Wellenranke mit Palmettenformen oder auch Rosetten. In den Farben herrschen vor allem Rot und Gelb vor und weniger Blau oder Grün. Der recht hohe Flor gibt eine füllige Struktur. Die Knüpfungsdichte ist eher niedrig und liegt zwischen 120 und 150 Tausend Knoten pro Quadratmeter.
Kuba oder Kabistan+
Kaukasische Teppiche, der Gruppe der Schirwan-Teppiche zuzuzählen. Häufigstes Muster auf der Längenachse des Mittelfelds aneinandergereihte Rechtecke und Quadrate. Das übrige Mittelfeld ist mit Tierdarstellungen geschmückt; am häufigsten wird der Pfau gezeigt.
Kühnel Ernst+
Autor diverser Orientbücher, wobei das Werk Orientteppiche von 1935 sehr bekannt ist (Bem. nicht sehr origineller Name)
Kurdi+
Nomadische Teppiche welche in Iran Kurdistan geknüft werden. Die Muster Varieren von kaukasischen bishin zu anatolischen Muster. Blau und rot sind zusammen mit braunen Farben oftmals zu finden. Kurdi Teppiche haben oftmals Sammlerwert da sie nicht mehr oft zu finden sind.
Kum+
Anderer Name für Ghom
Kunduz+
Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden von Afghanistan.
Kurk+
richtiger Kork,was soviel bedeutet Flaum:das feinfasrige Ziegenhaar der Unterwolle,das nur in kostspieligen Teppichen verknüpft wird.
Lesghian+
Auch manchmal Lesghi genannt. Dies ist ein sehr beliebter kaukasischer Nomadenteppich aus dem Gebiet westlich von Daghestan. Sein Muster besteht aus Achtecken, Rauten und Sterne mit Haken. Die Bordüre hat zahlreiche geometrische gemusterte Streifen. Charakteristisch für diesen Kaukaserteppich ist ein helles, leuchtendes Blau.
Lilie+
Die Lilie ist die Lieblingsblume der Inder (siehe auch unter Blumen)
Luristan+
Auch Luri genannt. Westpersischer Teppich von guter Wolle in meist dunklen Erdfarben. Die Bordüre ist oftmals sehr schön verziert.
Madhen+
Betteppiche, der anatolischen Gruppe zuzurechnen.
Mahadshiran+
Ein Teppich,meist in den städtischen Werkstätten von Arak geknüpft,im Saruk - Charakter,fein und dicht,doch mit höherem Flor,um amerikanische,aber auch europäische Käuferwünsche zu befriedigen.
Madras+
Indische Teppiche, im ausgehenden 19. Jahrhundert in der Ortschaft Madras (heute: Chennai) geknüpft.
Mafrash+
Bezeichnung für nomadische Transporttaschen in verschiedenen Formen und Grössen in Iran und Afghanistan.
Mahallat+
Teppichart aus dem Sarugh-Gebiet. Diese Teppiche waren in den 1950er und 1960er Jahren sehr populär. Man findet hin und wieder ein Exemplar aus dieser Zeit. Oft mit türkischem Knoten und in aufwendigen Mustern geknüpfte Teppiche. Diese Teppiche haben fast immer ein Medallion. Nachknüpfungen wurden Zeitweise im Norden von Afghanistan gefertigt. Auffällig ist bei späteren persischen Stücken die chemische Färbung vom Rosa und von den Orangetönen.
Mahi+
Bedeutet Fisch. Das Heratimuster wird auch Mahi-Muster genannt. Auch zum Aschkalimuster sagt man Mahi to hozz Muster wobei das soviel heisst wie Fische im Teich also vielgestaltig und lebendig. Im übrigen kann dieses Muster seiner Sinndeutung durchaus wärtlich genommen werden, denn der Perser hat eine schwärmerische Vorliebe für Hausgärten mit Wasserbassins und liebsten noch mit Fischen darin.
Manastir Kelim+
Der Manastir Kelim gehört zu den seltensten und faszinierendsten Flachgeweben des Balkanraums und wird von Sammlern weltweit geschätzt. Der Name „Manastir“ bedeutet ursprünglich „Kloster“ und bezieht sich historisch auf die ehemalige osmanische Stadt und Region Monastir, das heutige Bitola in Nordmazedonien. Anders als viele andere Kelims bezeichnet Manastir keine ethnische Stammesgruppe, sondern eine geografische und kulturelle Herkunft.
Manastir Kelims wurden traditionell im weiteren Balkanraum und in angrenzenden Gebieten hergestellt und zeigen Einflüsse verschiedener Kulturen des ehemaligen Osmanischen Reiches. Charakteristisch sind auffällige geometrische Kompositionen mit grossen Diamantformen, Sternmotiven, gezackten Linien und sogenannten Eye Dazzler Mustern, welche durch ihre optische Dynamik und starke grafische Wirkung bekannt wurden. Viele Motive besitzen symbolische Bedeutung und werden mit Schutz, Fruchtbarkeit, Glück oder spirituellen Vorstellungen verbunden.
Die Farbwelt traditioneller Manastir Kelims besteht häufig aus kräftigem Rot, Blau, Naturweiss und erdigen Tönen. Historische Exemplare wurden oft mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt, wodurch feine Nuancen und eine besondere Lebendigkeit entstehen. Charakteristisch ist zudem die flach gewebte Struktur ohne Flor, wodurch die Stücke robust, leicht und vielseitig einsetzbar sind.
Besonders gesucht sind originale ältere Exemplare, da Manastir Kelims vergleichsweise selten am Markt erscheinen. Viele Stücke wurden in kleineren Formaten hergestellt. Aufgrund ihrer Seltenheit, ihrer kunstvollen Geometrie und ihrer kulturhistorischen Bedeutung geniessen sie heute einen hervorragenden Ruf unter Sammlern, Innenarchitekten und Liebhabern historischer Textilien.
Heute wirken Manastir Kelims erstaunlich modern. Ihre starke grafische Sprache harmoniert sowohl mit minimalistischen Einrichtungen als auch mit klassischen oder eklektischen Wohnstilen und macht sie zu begehrten Sammler und Designobjekten.
Malatya+
Ostanatolische Provinzstadt,über 100000 Einwohner, Baumwollindustrie,Stapel-und Handelsplatz für Kürd und Yürükteppiche.
Marand+
kleine Stadt des persischen Aserbeidschan,etwa 50km nordwestlich von Täbris,das während des 19.Jahrhunderts gute Artbeiten im Stil des Täbris-Teppichs lieferte.Heute kommen von dort nur Teppiche geringer Qualität.
Margelan+
russische Stadt,am Oberlauf des Syrdarja gelegen,im fruchtbaren Ferganabecken,Teil der usbekischen Sowjetrepublik,heute 70000 Einwohner,lebhafte Textilindustrie,früher einer der Umschlagplätze für den Teppich aus Ostturkestan,der darumauf westlichen Märkten oft als Margelan bezeichnet wurde.
Maymneh+
Hauptstadt(auch Maimana)der nordwestafghanischen Provinz Faryab,eigener Flugplatz,etwa 50000 Einwohner,ander Strasse von Balkh nach Herat,nahe der russischen Grenze,wo ein ausgezeichneter Afghan,in der Qualität des Daulatabad produziert und gehandelt wird.
Marzalik+
Auch Mezalik,die türkische Bezeichnung der Friedhofsteppiche,abgeleitet von Mezari,das Grab.
Megri oder Makri+
Türkische Teppiche, den Melas-Teppichen ähnlich. Das Muster des Mittelfelds ist oft in zwei vertikale Zonen aufgeteilt.
Meina+
Dorf im Heris-Gebiet,im persischen Aserbeidschan,dessen Knüpfarbeiten den besseren Heris-Teppichen zuzählen sind.Das Material,Baumwolle und Wolle,ist gut,die Knüpfung (800-1000 türkischen Kn/qdm)fest,die Zeichnung des Herismusters zwar vereinfacht,doch nicht verdorben.Oft wird das zentrale Medaillon in der Hauptachse durch zwei mächtige,stilisierte Blüten verlängert.
Mesched+
Hauptstadt Khorossans in Iran und sehr wichtige Stadt in der Geschichte der Teppichknüpfung. Mesched liegt auch auf der Seidenstrasse und ist eine wichtige Drehscheibe im Teppichhandel zwischen Afhganistan und Iran. Teppiche dieser Herkunft sind oft von glanzreicher, weicher Wolle, oft fein geknpüft und kommen auch in quadratischen Mass vor. Sie zeigen meist ein Mittelmedallion und abgeschrägte Ecken auf hellblauem, seltener auf rotem oder beigefarbenen Grund. Fond und Medallions sind mit Mir Botehs oder dem Heratimotiven durch gemustert. In der breiten, bis zu zwölf zählenden Bordüre herrschen Rankenmuster vor. Bekannte Knüpfer dieser Provinienz sind Saber, Hagighi und Shish Kelani.
Mina Khani+
Beliebtes und einfach zu identifizierdes persischen Teppichs, das aus Reihen grosser, verschiedenfarbiger Rostetten zwischen streng stilisierten Ranken besteht. Ein gutes Beispiel eines Mina Khani ist der
Veramin Teppich.
Mingwappen+
Das uralte Phönix-Drachen-Motiv,angeblich von den Ming(1368-1644)als Wappen benutzt,die nach langer mongolischer Fremdherrschaft zum erstenmal wieder eine Dynastie chinesischer Herkunft waren.
Mohsen Makhmalbaf+
Iranischer Filmregisseur des am Cannes Film Festivals gezeigten Film Gabbeh (1996)
Mohtaschem+
Familienbetrieb in Kashan dessen Teppichproduktion sich einen guten Rufs erfreut,da Teppiche damals für den letzten Shah von Iran geknüpft wurden, für ihre Paläste.
Musalla+
Neben Saggada die arabische Bezeichnung des Gebetsteppichs.
Multan+
Auch Moltanpakistanische Grossstadt mit etwa 400000 Einwohnern,an einem Nebenfluss des Indus im Pandschab gelegen.Textil,Leder,Töpferwaren und Emailindustrie,bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts auch eine gute Teppichproduktion.Heute derbe Ware,primitiv gemustert,das Kolorit grell.
Nagsh+
Der persische Fachausdruck für die Musterzeichnung,von einem Designer nach Stil und Geschmack der Epoche,entworfen,der Technik und dem Material des Knüpfteppichs angepasst,das Haupt und Füllmuster in Schichtzeichnungen übereinandergelegt und auf Milimeterpapier,auf dem jeder Knoten vermekt ist, zur Patrone der Knüpfvorlage verbunden.
Nain+
In dieser etwa 120 km östlich von Isfahan gelegenen Stadt von Isfahan werden unter anderem die heute teuersten iranische Gegenwartsteppiche hergestellt. Sie haben oftmals einen Anklang eines Isfahan Musters. Beim Nain, der erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den Markt eingeführt wurde, gab es anfänglich nur hochedle Wert- und Qualitätsarbeit aus bestem Rohmaterial. Die Herstellung dieser Spitzenleistung der Teppichknüpfkunst des 20. Jahrhunderts lag in nur in wenigen Händen, und man war sorgsam darauf bedacht die ausserordentlich hohe Qualität beizubehalten. Der darmalige Nain (auch Naen geschrieben) hatte bis zu 10,000 Knoten pro Quadratdezimeter (DM2). Er wurde in allen gängigen Grössen hergestellt und notierte auf der Teheraner Teppichbörse lange hindurch oft mit dem dreifachen des Wertes guter Kaschanteppiche und bis zum 10fachen der Hamadanware. In jüngster Zeit kommen Nainteppiche auf dem Markt, die nicht mehr diese vorerwähnte Qualitätshöhe besitzen. Sie sind zwar immer noch sehr gut, aber man hat sich doch verleiten lassen (wie man es in Kaschan, Kerman und auch in Isfahan tat), neben ausgesprochen herrvorragenden Qualitäten nun auch andere herzustellen. Typisch bei Nain ist, das Seide (beste Qualität) als Kontur als Ornamente geknüpft wird, weniger als Muster selbst. Ferner typisch die Farbstellung: Blautöne, Beige, Grau, ähnliche Nuancen. Kein Rot, kein scharfes Grün! Wenn Rot, dann ist dies Stilwidrig oder in Isfahan geknüpft, wo man solche Nain anfertigt. Äusserst feine Nainteppiche werden auf Seide geknüpft und können dann bis zu 14,000 Knoten je Quadratdezimeter (10x10cm) aufweisen. Der Nain wird in der Regel in Brückenformaten oder noch kleiner, gelegentlich aber auch in Grössen bis 3×4 geknüpft. Kette und Schuss sind meist aus feingezwirnter Baumwolle, der Flor besteht aus feingezwirnter Wolle. Man unterscheidet Generell 3 Qualitäten in Nain 12la, 6 la und 4la wobei je niedriger die Nummer desto höher die Knüpfdichte in Nain (z.B. 4la entspricht 4 mal gezwirnte Baumwolle beim Schussfaden).
Namakdan+
Bezeichnung im Iran und Afghanistan für Salztaschen zur Aufbewahrung von Salz für die Tiere der Nomaden.
Namase+
Bezeichnung für ein Gebetsteppich
Namad+
Namad auch Nämäd oder Nemat,persischer Filzteppich,in guter Qualität hergestellt in Taft und Isfahan;meist nur als wärmende Unterlage in Atrabad,Birjand und der nordpersischen Provinz Gilan.
Nani+
kleiner Teppich,der hängemattenatig den Gashgais als Kinderwiege dient.
Navar+
Bezeichnung für nomadische Packbänder in Iran und Afghanistan.
Orientteppiche+
Werden Teppiche bezeichnet welche von Hand in Vorder- und Mittleren Orient hergestellt werden und eine Kette, Schuss und Flor haben. Es gibt zwei haupt Entstehungsweisen dieser Teppiche. Als beweglichen Ersatz für ein Bodenmosaik oder aus dem Bedürfnis von Nomaden nach einem wärmenden Bodenbelag. Der älteste erhaltene Knüpfteppich ist heute allgemein als Pasyryk Teppich bekannt aus dem Altaigebiet und ist in die Zeit um 500 v. Chr. zu datieren. In Ostturkestan fand man Fragmente aus dem 3. bis 6. Jahrhundert n. Chr. Aus dem 13. Jahrhundert stammen die kleinasiatischen Seldschukenteppiche. Eine fortlaufende Entwicklung setzte im 15. Jahrhundert mit kleinasiatischen Tierteppichen ein, denen die Holbeinteppiche, die kaukasischen, Drachenteppiche und Mameluckenteppiche Ägyptens folgten. Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte der Oreintteppich seine Blütezeit in Persien (Iran). Um 1800 bildeten sich durch Musterwahl feste Typen des Orientteppichs heraus. Wird Material des Flors nicht genannt kann man oftmals davon ausgehen das es sich um Wolle handelt. Orientteppiche lassen sich landschaftlich in folgenden Gruppen zusammenfassen:
kleinasiatische Teppiche (türkische anatolische)
persische Teppiche (ausschliesslich qua Iran)
kaukasische Teppiche
turkmenische Teppiche
indische Teppiche
Chinateppiche
Europäische Nachamungen werden als Savonnerieteppiche bezeichnet
Knüpfer im Orient sind:
1. Nomaden
Kaukasische und Turkmenische Teppiche
2. Dorf und Stadtteppiche
Geknüpft durch die Bevölkerung und kleinen Städte im Auftrag oder aus eigener Initiative, Teppiche in Heimarbeit
3. Grossstadt Teppiche
Manufakturen in grösseren Städten (viele Persische Teppiche). Diese Gruppen berühren und überschneiden sich oftmals.
Die Anordnung der Teppiche erklärt sich wie folgt: Ein besonders grosser, kostbarer Teppich in der Mitte (Khali, Mian farsh, Hauptteppich) wird von zwei gleichlangen schmäleren, oft ein Paar bildenden Teppichen (Kenare, Läuferteppich, Seitenteppiche) gerahmt. Zu Häupten (manchmal auch noch zu Füssen) der drei wird der vierte (oder gar fünfte) Teppich (Kelleghi) gelegt, der in siener Länge der Breite der anderen Teppiche entspricht. ISt diese Anordnung nicht möglich wird der Boden mit kleineren Stücken belegt, didie Grössenbzeichnungen Sedschadeh und Namaseh führen.
Im Handel unterscheidet man nach der Entstehungszeit (Alter) folgende Teppichgruppen (Siehe auch Alter von Teppichen):
10-25 Jahre alt = neu
25-50 Jahre alt = semi-alt
50-100 Jahre alt = alt
über 100 Jahre alt= antik
Orientteppiche können entweder nach der Ortschaft (z.B. Mesched, Ghom, Täbris) , Knüpfer (z.B. Kaschkai, Bakhtiari, Beloutsch), Muster (z.B. Mir-Boteh, Ziegler, Jaldar) oder nach Qualität (z.B. Reezbaft, Chobi,) bezeichnet werden.
Panderma+
Türkische Teppiche aus der Stadt Panderma. Vielfältige Muster, stark durch persische Vorbilder beeinflusst.
Pandjerek+
Kleiner Teppich gerade unter 1 Quadratmeter (türkisch).
Pardeh+
Persische Teppiche etwa 240 x 170 cm gross
Persepolis+
Fast, aber ein paar Punkte würde ich anpassen:
Inhaltlich
- "Erbaut von Darius I errichtet" ist doppelt gemoppelt, eines der beiden Verben muss weg.
- Persepolis wurde nicht 1931 "wiederentdeckt", die Ruinen waren nie verschollen und seit Jahrhunderten bekannt. 1931 begannen die systematischen Ausgrabungen unter Ernst Herzfeld (im Auftrag des Oriental Institute der University of Chicago).
- Erich Schmidt, der die Grabungen ab 1934 leitete, war zwar gebürtiger Deutscher, arbeitete aber für ein amerikanisches Institut. "Deutsche Archäologen" stimmt also nur halb.
- UNESCO Welterbe seit 1979, das Jahr lohnt sich zu erwähnen.
Korrigierter Vorschlag
Persepolis war eine der Hauptstädte des antiken Perserreichs der Achämeniden. Sie wurde um 520 v. Chr. unter Darius I. erbaut und um 330 v. Chr. von Alexander dem Grossen zerstört. Ab 1931 wurde die Palastanlage unter der Leitung der Archäologen Ernst Herzfeld und später Erich Schmidt, unterstützt von Friedrich Krefter, systematisch ausgegraben. Seit 1979 gehört Persepolis zum UNESCO Weltkulturerbe.
Perserteppiche+
Die Bezeichnung für ‚Perser’ und/oder Perserteppiche ist der Oberbegriff für Teppiche oder Brücken die von Hand oder von einer Maschine in Persien (heute: Iran) hergestellt wurden.
Poschti+
Auch Puschti geschrieben. Sehr kleiner Teppich, oftmals ein Muster in der Grösse 60×70 – 60×90 cm. Farsi heisst dieses Wort auch manchmal auch Kissen. Sie auch: Jastik
Quashoqdan+
Bezeichnung für nomadische Löffeltaschen in Iran und Afghanistan.
Raj Knotenzählung (Täbriz)+
Die Zählung der einzelnen Fäden im Täbriz erfolgt durch sogenannte Raj. Während dieser Zählung werden die Knoten über eine Länge von 7 cm gezählt. Ein Tabriz mit einer Qualität von 35 Raj hat eine Knotendichte von 300’000 pro Quadratmeter. Eine 50 Raj Täbriz hat 500’000 bis 600’000 Tausend knoten. Die 60 Raj Täbriz hat zwischen 55 und 60 Reihen Knoten was ca. 750’000-9000’000 Tausend Knoten pro Quadratmeter entspricht. Die 70 Raj Täbriz ist die höchste und seltenste Knüpfung und weist bis 1’000’000 Knoten pro Quadratmeter auf. Es ist weiter zu bemerken, dass in Täbris ausschliesslich der Ghiordes Knoten (Türkischer Knoten) verwendet wird und dies ein Doppelknoten auf zwei Kettfäden ist, welcher als sehr saubere Knüpfung empfunden wird.
Rudbar+
(Auch: Roodbar) Ortschaft in der Gilan Provinz (Iran) wo früher viele Teppiche (feinste Hamadan Qualität) geknüpft wurden. Leider wurde Rudbar durch ein sehr schweres Erdbeben in 1990 weitgehend zerstört.
Sacharak+
Auch Sartcharak geschrieben. Kleiner teppich etwas unter 1 Quadratmeter
Saqqez+
Ortschaft in Kurdistan / Iran wo Teppiche in der Bidjartradition geknüpft werden (siehe Bidjar).
Salor+
Turkmenischer Teppich, der Reihen hakenbesetzter, mit geometrischen Mustern gefüllter Oktogone zwischen kleineren Vielecken zeigt. Die Hintergrundfarbe ist, wie bei den meisten Turkmenenteppichen, dunkelrot.
Saph+
Auch Arkadenteppich genannt. Dies sind Reihen-, Familiengebetsteppiche welche in Ost Turkestan (Samarkand) und Kleinasien (Brussa) geknüpft werden.
Sarandaz+
eine Grössenbezeichnung,gebildet aus Sar und Andaz,also etwa eine Länge von 170cm.Zugleich meint aber dieses Wort auch einen Filzteppich,der als <>über den geknüpften Teppich gelegt wid.
Sarquart+
auch Zaro quart,eine persische Masseinheit von ein und ein Viertel Sar,Stücke von etwa 130cm Länge,
Saroquart+
Ein kleiner Teppich 75×130 cm gross
Saruk+
Der Saruk (Sarukh, Sarug) kommt aus dem westlichen Ferahan-Gebiet. Der Sammelplatz dieser Orientteppiche ist Sultanabad (Arak) Der Teppich aht eine stolze Vergangenheit, sank dann in Qualität ab, gewinnt aber nunmehr wieder, durch zunehmende Güte und Sorgfalt in der Herstellung, grossen Anwert. Man findet ihn in viele gängige Grössen. Kette und Schussfaden sind aus Baumwolle. Der Schafwollflor wird mit dem persischen Knoten eingebracht. Die Knotendichte ist relativ hoch 200,000 bis 500,000 Knoten pro Quadratmeter. Die Hauptfarbe des Saruks ist Rot oder Blau, manchmal gibt es ihn auch in Crème. Die Muster werden sehr farbenfreudig gehalten. Dieser Teppich trägt meist eine ziemlich stark betonte Hauptborte mit je einer oder zwei Nebenborten. In der Hauptbordüre ist oftmals das Herati Motiv zu erkennen (Shah-Abbas-Muster), stilisierte Blumen und Ranken, die Nebenbordüren zeigen zuweilen das Schekeri-Muster, sonst Blatt und Blütenranken. Der Hintergrund ist beim Saruk oft (wie bei seinem Mahalbruder) mit einem auf einer Querseite abgeschrägtem Medallion versehen. Es sollte mehr als abgeschrägtes Hauptfeld als Medallion bezeichnet werden. Auch in dieser grossen Fläche erkennt man wieder das Herati-Muster. Die Linien des Hauptfeldes zeigen oft Sägezähne oder Dreiecke auf. Beliebt ist auch jener Saruk, der ein Grossmedallion hat, in dessen Mitte wieder ein Medallion sitzt. Manchmal gibt es auch Darstellungen von Tieren im Saruk. Der eigentliche Ort Saruk (Saruq) liegt etwa 50km nordwestlich von Arak, an schlechtbefahrbarer Strasse die bergwärts über Famahin nach Tafresch führt und in einem Feldweg übergeht auf dem man letztlich zu Strasse oder heute Autobahn Isfahan-Teheran gelangt. Auch aus Dschozan (Djosan), südwestlich von Malayer, aus dem benachbarten Davan, sogar noch aus Chonsar das doch ziemlich weit südlich der Bahnlinie Arak-Ghom und damit dem eigentlichen Saruk-Gebiet ferne liegt, kommen gute Teppiche im Saruk-Muster.
Saveh+
Saveh auch Saweh genannt ist ein Nachbarsort von Ghom. Stilistisch und technisch gehören Sie eng zu einander. Auch Saveh zeigtversetzte Reihen grosser Bunter Zeichen sowie stilisierte Blüten-, Ranken -und Blattarabesken.
Seichur+
Kaukasische Teppiche aus dem Schirwangebiet. Häufigstes Muster ist eine an das Andreaskreuz erinnernde Form, die mehrmals auf dem Mittelfeld wiederholt wird.
Shirwan+
Auch Schirwahan oder Shirvan genannt sind Teppiche aus dem Gebiet des Kaukausus und umschliessen das Gebiet von Aserbaidschan, der Kura-Nehrung bis hin zur Region Kuba. Oft sind diese Teppiche feinwollig und mit türkischem Knoten hergestellt in der Grössen Ordnung 110×70 cm bis 350×150 cm. Die Hauptfarbe dieser Teppiche ist Blau, gelegentlich aber auch rot oder auch Elfenbein. Die Hauptboprdüre ist meist hellgrundig, sie zeigt Rostetten, oft hakenbesetzt, Hakenreihen sowie ist auch oft das Sägezahnmuster. Diese Teppich gelten in gutem Zustand als hochwertig. Der wollene Flor ist im Gegensatz zu anderen Kaukasischen Teppichen sehr stumpf. Die geometrisch gemusterte Bordüre ist breit.
Shiras+
Sehr beliebter persischer Teppich aus Südwestiran. Wird auch als Shiraz und Kaschkai bezeichnet. Ein traditioneller Nomadenteppich geknüpft in der Nähe von Schiras und gehandelt in dortigem Basar. Es sind typische Nomadenteppiche, kleinformatig, weichlappig, mit wollenem Grundgewebe aus glänzender Wolle. Die Muster sind geometrisch und zeigen grosse, eckige Mir Boteh Muster sowei mehrere auf der Spitze stehenden Medallions. Om den mit Kleinformen gefülltem Grund sind auch Tiere (Hähne und Kamele) eingestreut.
Schuss+
Der Schuss oder (auch Schussfaden genannt) ist der Faden der die Knoten zusammenfügt und zusammenhält. Je nach gegebenheit der Materialien und Qualität der Knüpfung ist der Schussfaden sehr einfach zu erkennen (z.B. bei einem Hamedanteppich) oder sehr schwierig (z.B. sehr feiner Ghom oder Täbristeppich). Es kann vorkommen das der Flor auch die Schussfäden verdeckt. Bei bestimmten Teppicharten wie alte Keschanteppiche oder Teheranteppiche kann man die Schussfäden auch anhand der Farbe erkennen (blau) was oftmals auch ein Indiz der Herkunft geben kann (in Verbindung mit anderen Faktoren).
Sherkat Fars+
Der Teppichverband Sherkat Fars (Teppich Kooperation) wurde Rnde der 1930’er in Iran (damals Persien) durch den Shah ins Leben gerufen. Der Zweck dieses Verbands ist es um die Qualität der persischen Teppiche aufrecht zu erhalten und dafür zu sorgen das die Tradition der Teppichknüpfkunst nicht verloren geht. Diese Teppiche wurden zu Beginn ohne kommerziellen Hintergedanken geknüpft und mehr als persisches Kulturgut betrachtet um sicher zu stellen das auch in den folgenden Jahrzehnten Teppiche in Iran geknüpft werden können von höchster Qualität und von den besten Rohmateralien. Teppiche und Brücken die als Sherkat Fars bezeichnet werden sind oftmals besser geknüpft und haben auch mehr künstlerische Aspekte wie kommerziell hergestellte Teppiche. Am Höhepunkt der Produktion dieser Teppiche waren mehr als 10’000 Menschen involviert in die Teppich Knüpfereien der Sherkat Fars sowie in diversen Dörfern und Städten in ganz Iran. Die Farbstoffe bei diesen Perserteppichen sind vor allem natürlicher Herkunft und auch die Wolle wird oftmals von Hand gesponnen. Der Teppichverband hat mitgeholfen das noch heute Qualitätsteppiche in Iran geknüpft werden im klassischen Sinne ohne das die Modernität und Kommerzialisierung die überhand genommen hat. Hält man ein Sherkat Fars Teppich in Händen kann man davon ausgehen das es eine gute Investition ist.
Sofreh Ard+
Bezeichnung für nomadische Teig- und Ofendecken in Iran und Afghanistan.
Soffreh - Sofreh+
Bezeichnung für nomadische Essdecken in Iran und Afghanistan in Kelimwebung gewoben.
Soleimani Orientteppiche+
Traditionsunternehmen und ehemaliger Terppichfachhandel in Zürich welches Ihren Ursprung 1926 in Teheran hat.
Täbris+
Ist eine Stadt im Nordwesten von Iran und zählt zu den wichtigsten Teppichmanufakturen in Iran. Die teppiche von dieser Herkunft sind sehr strapazierfähig und sehr sauber geknüpft. Es gibt verschiedene Täbris Qualitäten wobei heute vorwiegend bessere Qualitäten in Tabris geknüpft werden. Traditionell findet man das Heratimuster in Täbristeppichen aber auch oftmals Jagdszenen wie z.B. den Tabatabai Teppichen. Die Qualität wird in Raj angegeben je höher die Raj Anzahl umso besser ist der Teppich geknüpft. Es werden sowohl Naturfarben wie auch künstliche Färbemittel bei der Produktion dieser Teppiche verwendet. Interessanterweise wird auch oft türkisch in Täbris gesprochen sowie zählt der Täbris Basar zu den grössten der Welt. Heutzutage werden in Täbris auch oft Teppiche mit floralen Mustern geknüpft vor Allem auch in Pastellfarben. Der Täbris zählt nach wie vor zu den beliebtesten Orientteppichen überhaupt.
Tafresh+
Teppiche aus dem Hamadangebiet in Iran. In der Qualität besser die durchschnittliche Knüpfung aus diesem Knüpfgebiet.
Takab+
Ortschaft in Kurdistan / Iran wo Teppiche in der Bidjartradition geknüpft werden (siehe Bidjar).
Talish+
Kaukasische Teppiche oft im Läuferformat. Hochflorig und einfache Einfassung. Bordüren mit grossen Rosetten geschmückt. Das Mittelfeld kann in Quadrate unterteilt sein.
Teppichnamen+
Teppiche tragen heute normalerweise den Namen des Ursprungsortes, des Musters oder des sie knüpfenden Stammes. Bei älteren Stücken fällt mitunter den Fachleuten es manchmal schwer diese einzuordnen. So ist es heute noch ein Rätsel wo der berühmte Pazyrik Teppich der sich im Hermitage Museum in St. Petersburg sich befindet geknüpft wurde. Kriege Verschleppungen, Neu- und Umsiedlungen ganzer Sippen führten zu einer Vermischung ehemals eindeutiger Merkmale.
Teppichportal.ch+
Die Online Adresse für handgeknüpfte Design und Orientalische Teppiche und Textilien in der Schweiz
Tscharpai+
Kleinteppich ca. 120×70 cm gross
Übermass Teppich+
Alle Teppiche grösser als 3×4 Meter werden als Übermass oder Oversize Carpet bezeichnet.
Yalameh+
Yalameh ist eine Ortschaft in Zentralpersien nicht weit von Isfahan und auch die Herkunft der gleichnamigen Teppiche. Die Raute bildet das Hauptmuster und in manchen Exemplaren findet man auch Tiermotive. Die Hexagonmuster sind sehr auffallend und schön. Sehr bunte und farbenfrohe Teppiche mit Farben wie Königsblau, Tiefrot und dezenten Grüntönen. Die Schur ist sehr kurz damit die Muster auch richtig zur Geltung kommen. In diversen Grössen zu finden. Dieser Teppich wird auch in der Literatur als “Kultiviter Nomade” beschrieben. Die Kettefäden dieses Teppichs sind aus Wolle oder Ziegenhaar und manchmal auch gemischt. Der Flor ist aus Schurwolle von sehr guter Qualität.
Yastik+
Türkische Bezeichnung für ein Kissen. 50 x 120 cm
Yürük+
Anatolische Teppiche, welche vor allem von Bergnomaden geknüpft werdem. Nur wenige Teoppicharten der Volkskunst finden so viel Beifall wie Yürüks. Es liegt an der Schönheit ihrer volltönenden Farben, die auf der glänzenden Wolle wie Edelsteine leuchten. Die Ornamentierung beruht auf der Rauteneinteilung, bei der Motive von hakenbesetzten Rhomben in einer sich nach innen verkleinerden, stets andersfarbigen Zusammensetzung entstehen. Die Borte ist mit gezacktem Blätten und Rosetten geschmückt. Die zumeist kleineren und länglichen Yürük Teppiche haben oft Kettfäden aus Ziegenhaar und einen hohen Flor und sich mit durchschnittlich 120’000 Knoten pro Quadratmetern zu den tieferen Qualitäten zählen.
Zabol+
Teppiche aus der Gegend von Zabol im südosten von Iran. Diese Teppiche werden durch Belutschennomaden geknüpft.
Zare-Aga+
Armenischer Knüpfmeister tätig in Istanbul welcher die bekannten Kum-Kapi Teppiche geknüpft hat indem er Gold- und Silberne Schussfäden bei der Knüpfung gebrauchte. Gehört noch heute zu den feinsten und auch kostbarsten Teppichen überhaupt.
Zarcharak+
Farsi für kleine Teppichgrösse ca 150 x 90 cm (unter einem Quadratmeter)
Zaronim+
Auch Saronim oder Metreonim genannt. Kleiner Teppich unter einen Quadratmeter gross. Wird oft in Isfahan und Ghom verwendet.
Zaronim ist meistens ca. 130 x 80 cm gros (unter 1 Quadratmeter)
Zenjan+
Orientteppiche die in den nördlich von Hamadan gelegenen Dörfern geknüpft werden. Im Muster den Khamseh Teppichen ähnlich.
Ziegler+
Ziegler Teppiche sind dekorative Teppiche welche mehrheitlich auschliesslich aus tierische und pflanzliche Materialien geknüpft sind (sog. Chobi). Diese Teppiche werden in Afghanistan geknüpft und in Pakistan gewaschen da die Infrastruktur und das Klima sich besser für die Trocknung in Pakistan eigenet. Das Unternehmen Ziegler nahm die Produktion dieser Teppiche in den 1880er auf indem Sie Teppiche knüpfen liessen die dem europäischen Farben und Mustern entsprachen wobei die Knüpfung immer noch persisch oder türkisch war. Heute werden die meisten Ziegler Teppiche in türkischer Knüpfung hergestellt. Pflanzenfarben und von Hand gesponnene Wolle sind einige Merkmale dieser hochwertigen dekorativen Qualitätsteppiche.
Zieglerteppiche+
Diese Teppiche wurden ursprünglich in persischen Manufakturen gearbeteitet, die gegen Ende des 19. Jahruhunderst eine europäischen Firma, Ziegler & Co. aus Manchester in Arak gegründet hatte. Dem damiligen Geschmack ihrer angelsächsischen Kundschaft entsprechend waren diese Teppiche zwar von guter Qualität doch in einem sehr zartfarbigen Kolorit, das eigentlich desem Stil des Orientteppichs widersrpricht. Heute werden Zieglerteppiche insbesondere in Afghanistan geknüpft. Sie bestehen aus von Hand gesponnener Wolle und Naturfarben. Sie sind bei InnendekorateurInnen sehr beliebt und passen bei klassisch wie auch modernen Wohnungseinrichtungen.
Zollanvari+
Zollanvari zählt heute zu den bekanntesten Namen im Bereich hochwertiger persischer Gabbeh Teppiche und hat wesentlich dazu beigetragen, diese ursprünglich nomadische Teppichkunst einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Das Familienunternehmen verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitgemässem Design und schlägt damit eine Brücke zwischen jahrhundertealten Knüpftraditionen und modernen Wohnwelten.
Die Teppiche von Zollanvari zeichnen sich durch ihre aussergewöhnliche Farbqualität, handgesponnene Schurwolle, sorgfältig ausgewählte Pflanzenfarben sowie ihre unverwechselbare Designsprache aus. Neben klassischen Nomadenmotiven entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche moderne Interpretationen mit reduzierten Formen, harmonischen Farbwelten und zeitlosen Kompositionen. Viele Designs wirken bewusst schlicht, besitzen jedoch eine bemerkenswerte Tiefe und Lebendigkeit.
Besonders bekannt wurde Zollanvari durch die Weiterentwicklung und internationale Positionierung des Gabbeh Teppichs. Ursprünglich wurden Gabbeh Teppiche von Nomaden im Südpersien geknüpft und zeichneten sich durch spontane Muster, kräftige Farben und eine dicke, weiche Wolle aus. Zollanvari erkannte früh das Potenzial dieser ursprünglichen Ästhetik und entwickelte daraus eine weltweit geschätzte Kollektion hochwertiger Teppiche.
Heute umfasst das Sortiment neben klassischen Gabbeh Teppichen auch moderne Designlinien, Kelims sowie individuelle Sonderanfertigungen. Viele Modelle können auf Mass gefertigt werden, darunter auch runde oder speziell konfigurierte Formate für private und architektonische Projekte.
Teppichportal.ch ist stolzer Partner von Zollanvari und offizieller Zollanvari Flagship Store in Zürich. Neben einer kuratierten Auswahl an Lagerstücken sind zahlreiche Modelle und individuelle Anfertigungen erhältlich. Damit verbindet sich traditionelle persische Knüpfkunst mit modernen Wohnkonzepten und massgeschneiderten Lösungen.
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Zollanvari Gabbeh Teppiche